*Mission Wien: Ein Basketball-Märchen zwischen Schnitzeln und „Todesblick“*
Was für eine Woche! Mit 10 Spielerinnen, 3 Betreuern und Eltern machte sich die BGDR am Montagmorgen in aller Herrgottsfrühe auf den Weg zum internationalen Jugend-Basketballturnier nach Wien (mehr als 500 Mannschaften nehmen teil!). Die Organisation im Vorfeld (Fahrt, Unterkunft, Planung Vorort) um das Turnier war eine Mammutaufgabe – ein riesiges „Danke, Angie!“ an dieser Stelle.
*Der Auftakt: Dominanz auf dem Parkett*
Nach sieben Stunden Zugfahrt und der Ankunft in unserer herzlichen Unterkunft starteten wir tags darauf am Dienstag furios. Die ersten Gegner, TJ Sokol Kladno aus Tschechien (78:13) und das finnische Team PuHu Juniorit ry (70:26), hatten keine Chance gegen unsere Schnelligkeit und Aggressivität. Doch uns war klar: Das war erst das Aufwärmprogramm.
*Mittwoch: Styling, Shopping und die „Schlacht“ gegen Piątka*
Mittwoch lernten ich zwei wichtige Lektionen:
1. Die Spielvorbereitung beginnt für junge Spielerinnen bereits am Hotelspiegel. ✨
2. Ein DM-Drogeriemarkt ist der „Heilige Gral“ des Rahmenprogramms.
Sportlich wurde es ernst: Gegen Traiskirchen – Österreich (54:26) mussten wir erstmals eine Schippe drauflegen. Doch das Highlight war das Spiel gegen UKS Piątka (53:43). Es entwickelte sich zu einer regelrechten Schlacht mit extremem Körperkontakt. Trotz harter „Prügel“ zu Beginn bewies das Team das Winner-Gen. Wir waren spielerisch reifer, mannschaftsdienlicher und ließen uns von der Härte nicht unterkriegen. Ein enormer Lernprozess!
*Donnerstag: Speed schlägt Größe*
Gegen das physisch überlegene Team aus Ulm bewiesen unsere Mädels, dass Basketball ein Spiel der Geschwindigkeit ist. Trotz deutlicher Größennachteile siegten wir entspannt. Ein weiteres Highlight des Tages: Das Anfeuern der Hochheimer Jungs war für die Mädels deutlich interessanter als jede Wiener Sehenswürdigkeit.
*Freitag: Das perfekte Halbfinale*
Es kam zum Showdown: Hessen gegen Bayern. Gegen das Top-Team aus Fürstenfeldbruck lieferten die Mädels ihr „perfektes Spiel“ ab. Gedanklich immer zwei Sekunden voraus, präzise und aggressiv – das Trainerteam musste kaum eingreifen. Mit 75:47 zogen wir unter Tränen der Gegnerinnen souverän ins Finale ein.
*Das Finale: Drama, Fokus und der „Todesblick“*
In einer brodelnden Halle ging es im Endspiel gegen UKS Klecko – ein technisch und taktisch hochklassiges Team. Es war ein Schlagabtausch auf höchstem Niveau.
• Die Krise: Mitte des dritten Viertels plagten uns Foulprobleme, die Kräfte schwanden. Klecko glich im vierten Viertel auf 45:45 aus.
• Die Entscheidung: In diesem Moment, als das Momentum zu kippen drohte, zeigten unsere Spielerinnen ihre wahre Größe. Mit absolutem Fokus „Trainer wir regeln das auf dem Feld“ und dem sprichwörtlichen „albanischen Todesblick“ rissen sie das Ruder herum.
Sieg! Der riesige Pokal gehört uns! 🏆 1.Platz wU13 – Wahnsinn…
Fazit der Trainer
Was für eine Woche voller Erlebnisse, was für ein Team und was für tolle junge Menschen – auch abseits des Feldes. Liebe Eltern, ihr könnt unheimlich stolz auf eure Töchter sein. Wir als Trainer- und Betreuerteam sind es definitiv!
Wien 2026 – Wir kamen, sahen und siegten!
Es waren dabei: Marie, Vicky, Gloria, Haley, Leni, Luisa, Libby, Lia, Emi und Romy
Jürgen Henzler


