WU14-1 – DERBYTIME…

27. Oktober 2026

*DERBYTIME – Viel Sand im Getriebe, aber eine wichtige Lektion!*

BG Darmstadt-Roßdorf WU14 Oberliga gegen TV Langen

Ein Derby gegen den TV Langen ist nie ein gewöhnliches Basketballspiel. Wenn diese beiden Mannschaften aufeinandertreffen, ist eines garantiert: Es wird gekämpft, um jeden Ball, jeden Zentimeter und jeden Punkt.

Und genau so war es auch heute.

*„Da war aber ganz schön viel Sand im Getriebe!“*

Das waren die Worte meiner Frau, als ich nach Hause kam. Sie schaut sich nicht viele unserer Spiele an, aber heute hat sie mit dieser Einschätzung den Nagel auf den Kopf getroffen.

Denn wenn wir unser heutiges Spiel mit einem Satz beschreiben müssten, dann wäre es dieser:

*Wir haben uns dem Gegner angepasst, anstatt unser eigenes Spiel zu spielen.*

Und genau das war unser größtes Problem.

Wir haben uns in den Rhythmus des TV Langen ziehen lassen. Statt unser Tempo, unsere aggressive Verteidigung und unser schnelles Umschaltspiel durchzusetzen, haben wir uns auf ein Spiel eingelassen, das eigentlich gar nicht unseres ist.

Natürlich gab es sie, diese Momente, in denen unser Basketball plötzlich aufblitzte. Wenn wir aggressiv verteidigten, den Ball eroberten und mit Tempo nach vorne spielten, konnte man sehen, was in dieser Mannschaft steckt.

Aber diese Momente waren heute einfach zu selten.

Immer wieder verloren wir unseren Rhythmus, ließen uns aus dem Konzept bringen und machten uns das Leben unnötig schwer. Irgendwann war auch die ursprünglich geplante Rotation hinfällig. Statt unseren Plan konsequent durchzuziehen, mussten wir immer wieder auf das Spielgeschehen reagieren.

Vielleicht kam dieses Derby genau zum richtigen Zeitpunkt.

So merkwürdig das klingen mag: Ich bin froh, dass wir diese Erfahrung jetzt gemacht haben.

Wir haben in den vergangenen Wochen viel richtig gemacht. Wir haben gezeigt, wie schnell, aggressiv und dominant wir Basketball spielen können. Aber heute haben wir auch gesehen, dass unser Spiel nur dann funktioniert, wenn wir es konsequent durchziehen – unabhängig davon, wer auf der anderen Seite steht.

Wir dürfen uns nicht vom Gegner diktieren lassen, wie wir Basketball spielen.

Was nehmen wir aus diesem Derby mit?

Ganz klar: Wir müssen im Training noch einmal eine Schippe drauflegen.

Vor allem die Intensität in der Verteidigung muss steigen. Wir müssen lernen, auch unter Druck konsequent zu bleiben, körperlich dagegenzuhalten und trotzdem einen klaren Kopf zu bewahren.

Wir müssen ruhiger werden, wenn es hektisch wird. Uns nicht von Fehlern, Entscheidungen oder dem Gegner stressen lassen. Wieder mehr miteinander spielen, bessere Entscheidungen treffen und unserem eigenen Basketball vertrauen.

Und ja, eines darf auf dem Trainingsplan definitiv nicht fehlen: Freiwürfe, Freiwürfe und nochmals Freiwürfe!

Aber das Wichtigste ist etwas anderes.

Wir müssen verstehen, dass wir nicht deshalb erfolgreich sind, weil wir uns auf jeden Gegner einstellen und dessen Spiel übernehmen. Wir sind dann stark, wenn wir unsere eigenen Stärken auf das Feld bringen.

*Unser Tempo. Unsere Defense. Unsere Intensität. Unser Basketball.*

Ein Derby muss nicht immer schön sein. Manchmal ist es ein Kampf, manchmal läuft wenig zusammen und manchmal bekommt man deutlicher als einem lieb ist aufgezeigt, woran man noch arbeiten muss.

Heute war so ein Tag.

Und genau deshalb kann dieses Spiel für unsere weitere Entwicklung unglaublich wertvoll sein.

Denn eines ist sicher: Diese Mannschaft hat noch jede Menge Potenzial. Jetzt müssen wir lernen, es auch dann abzurufen, wenn es auf dem Feld ungemütlich wird.

Mädels, Kopf hoch! Wir lernen daraus, arbeiten daran und machen weiter. Aber beim nächsten Mal spielen wir wieder *UNSEREN Basketball!* Ein Team. Ein Tempo. Unser Spiel.

Jürgen Henzler

 

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